Warum Demokratie mehr braucht als gute Debatten

IM/PULS bringt Menschen zusammen, die Zukunft gestalten wollen. Das ist wichtig. Demokratien brauchen Orte, an denen neue Ideen, frische Perspektiven und echte Debatten möglich werden.

Doch die entscheidende Frage lautet: Reicht das?

Viele politische Ziele scheitern nicht daran, dass sie falsch wären. Sie scheitern daran, dass sie gesellschaftlich nicht ausreichend sozialisiert werden. Sie werden als fertige Antwort präsentiert, bevor genügend Menschen die zugrunde liegende Erfahrung teilen konnten. Dann entsteht Widerstand, obwohl das Ziel sachlich richtig sein kann.

Gerade die Grünen kennen dieses Problem. Sie haben oft früh richtige Fragen gestellt — zur Ökologie, zur Demokratie, zur Vielfalt, zur Zukunft Europas. Aber wer Zukunft nur sprachlich bearbeitet, ohne neue Erfahrungsräume zu schaffen, riskiert, dass Politik als Belehrung erscheint.

Deshalb braucht Demokratie nicht nur Impulse, sondern Regeneration.

Demokratische Regeneration bedeutet: Jede Generation muss reale Möglichkeiten erhalten, ihre Wahrnehmung der Welt öffentlich einzubringen und mit politischen Institutionen in einen verbindlichen Antwortprozess zu treten.

Jugend ist dabei nicht das Problem der Demokratie. Jugend ist ihr Regenerationsorgan.

Mit PSI-21 schlagen wir vor, Schule, Internet und Politik neu zu verbinden: Jugendliche formulieren Zukunftsfragen, machen sie öffentlich sichtbar und erhalten nachvollziehbare Antworten von Parteien und Institutionen. So entsteht nicht nur Beteiligung, sondern ein demokratischer Lernprozess.

Wir möchten deshalb Teilnehmerinnen und Speakerinnen von IM/PULS fragen:

Wie kann aus Zukunftsdebatte demokratische Regeneration werden?

Die Antworten sollen öffentlich dokumentiert und als Beitrag zur weiteren Diskussion über PSI-21, jugendeigene Öffentlichkeit und eine mögliche BAG Demokratische Regeneration ausgewertet werden.

Befragung_Wie_entsteht_demokratische_Regeneration

Download: Befragung_Wie_entsteht_demokratische_Regeneration.pdf

Das Problem grüner Politik ist nicht nur ein Kommunikationsproblem. Es ist ein Sozialisationsproblem. Zukunftspolitik wird erst dann mehrheitsfähig, wenn Menschen nicht nur hören, was notwendig ist, sondern erfahren, dass sie selbst Teil des Lernprozesses sind.

Von Impulsen zu Regeneration

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert