„Wenn man stets das Wesentliche dem Dringlichen opfert,
vergisst man die Dringlichkeit des Wesentlichen“
(Edgar Morin, frz. Philosoph)


Schulleiterin schlägt Alarm:

"Verheerende Lage" |

Markus Lanz vom 04. April 2024

"Messer in der Schule, Smartphone-Fotos unter der Toiletten-Tür hindurch und eine steigende Gewaltbereitschaft unter Kindern. Die Schulen in Deutschland klagen aktuell immer mehr unter großen Herausforderungen mit ihren Schülern. Nicht überall sei es gleich schlimm, aber die Folgen der Corona-Pandemie und der stetige Begleiter Social-Media könnten Gründe sein, weshalb Lehrer es immer schwieriger hätten, Kinder zu unterrichten.
Das beklagt auch die Schulleiterin Anja Mundt-Backhaus, die an der IGS Stöcken in Hannover arbeitet. Sie beobachte, wie Kinder gewaltbereiter werden würden. Zwar an ihrer Schule in keinem Ausmaße wie an anderen Schulen, aber vor allem durch Smartphones und Social Media verändere sich der Umgang der Kinder mit den Lehrkräften, aber auch untereinander.
Ein weiterer Grund seien die Eltern, die heutzutage Erziehungsmaßnahmen, wie das Vorlesen, immer weniger anwenden. Auch hätten sie mehr mit ihrer Arbeit zu tun oder mit einer Selbstverwirklichung. Die Erziehung durch Eltern ginge zurück.
Diese Entwicklung bemerke auch die Schleswig-Holsteinische Bildungsministern Karin Prien. Daher sei der Beruf des Lehrers nicht mehr der gleiche, wie vor einigen Jahre. "Heute geht erst mal um Erziehung und dann geht es um Bildung. Und das ist natürlich ein völlig anderer Beruf geworden", erklärt sie und macht darauf aufmerksam, dass die Ausbildung einer Lehrkraft heute ganz andere pädagogische und erzieherische Zuge haben müsste. Daher fiele es vor allem älteren Lehrkräften schwer, sich auf den Wandel der heutigen Schülerschaft einzustellen."

Weitere Gäste in der Sendung:

Manfred Lütz, Psychiater
Der Psychotherapeut blickt auf das Miteinander der Schüler und inwiefern Kulturfächer, wie Musik, zu einem besseren Zusammenleben führen könnten.

Aladin El-Mafaalani, Soziologe
Der Soziologe untersucht schon seit langem, inwiefern Integration in der Schule funktionieren kann und welche Hürden unterschiedliche Kulturkreise für die Lehrkräfte mit sich bringen.

Hier findet ihr die ganze Sendung: https://kurz.zdf.de/35T5/


Warum scheitern wir daran, aus unseren Fehlern zu lernen?

Wenn Schüler hauptsächlich selektive und defizitorientierte Aufmerksamkeit erhalten, führt dies zwangsläufig zu entsprechend geprägten Auslese-, Bildungs- und Bindungsmustern, die infolgedessen auf allen gesellschaftlichen Ebenen ernsthafte Probleme verursachen. Sobald diese individuell vorgeprägten Muster einmal kulturell etabliert sind, neigen sie dazu, sich wie von selbst immer weiter fortzusetzen und zu verstärken.

Dies könnte der Grund dafür sein, warum das Lernen aus Fehlern in Politik, Schule, Internet und der Entwicklung von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven oft nicht zu neuen und angemessenen Lösungen führt.

Es scheint, dass die Entwicklungsziele nicht darauf abzielen, die Verhältnisse zu verbessern, sondern sich nur noch selbstbezogen auf die Optimierung struktureller "Fehlerkompatibilität" konzentrieren.

Unsere Fähigkeit zur Problemlösung scheint verloren gegangen zu sein, da unsere alten Lösungsmuster nicht mehr zu den neuen Herausforderungen passen. Dies führt zu unrealistischen Erwartungen an Politik, Schule, Internet und die Gestaltung unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zukunft.

Anstatt nach neuen Lösungen zu suchen, die besser zu den aktuellen Problemen passen, konzentrieren wir uns oft nur darauf, bestehende Fehler zu verbessern. Dadurch erleben wir Stillstand anstatt Fortschritt. Unsere Ziele stagnieren und wir konzentrieren uns nur darauf, strukturelle Fehler zu optimieren. Es fühlt sich an, als wären wir in einem Labyrinth gefangen, in dem jeder Ausweg nur zu weiteren Fehlern führt.
Die Massenmedien und das Internet haben diese Entwicklungen ins Unermessliche gesteigert.

Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen?

Stellen Sie sich vor, wie wir unsere stagnierende Wirtschaft auf einen Schlag wiederbeleben könnten.
Wie? Durch Investitionen in eine

Commoning-|-Internet-Computer-|-Infrastruktur.

Diese Netzstruktur könnte als Grundlage dienen und uns technisch und kulturell für zukünftige Herausforderungen rüsten. Gebiete, die heute noch als wirtschaftlich schwach gelten, könnten zu blühenden Wirtschaftszentren werden. Es würden sich neue Möglichkeiten eröffnen. Und das Beste daran? Wir könnten unseren Lernprozess beschleunigen, indem wir Jugendlichen ermöglichen, sich frühzeitig mit technischen Neuerungen auseinandersetzen. Keine Angst vor Überforderung - in "Lerngruppen" fühlen wir uns oft gestärkt und ermächtigt.

Um nicht plötzlich ins Leere zu fallen, weil alte Strukturen durch "Transformationsprozesse" in eine "unerwartete Krise" geraten und plötzlich zusammenbrechen, sollten wir auf "Commons" als redundante Zwischenstrukturen setzen. Zwischen diesen "Commons" könnten neue Interaktionen entstehen. Und daraus könnten sich stabile und zukunftssichere "Lebens- und Kulturformen" entwickeln.

Stellen Sie sich vor: Eine Zukunft,

  • in der uns alte, starre Strukturen und Weltanschauungen nicht bremsen, sondern in der wir uns wieder auf menschliche Beziehungen innerhalb und zwischen "Commons" verlassen können.

  • in der der Staat zukünftig die Klimaschutzpflichten durch die Unterstützung jeder neuen Generation erfüllen möchte.

  • in der Jugendliche ihre Zukunft durch eine ritualisierte Beteiligungsmethode (PSI-21) aktiv mitgestalten können.

  • in der wirtschaftlich schwache Gebiete zu blühenden Wirtschaftszentren werden.

  • in der wir nicht ins Leere fallen, sondern auf stabile und zukunftssichere "Lebens- und Kulturformen" Deutschland und Europa bauen können.

Um eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten und unsere Verantwortung wahrzunehmen, müssen wir uns auf die neuen digitalen Welten vorbereiten. Dazu sollten Gelegenheitsräume und Strukturen schaffen, innerhalb derer wir alltagstaugliche Kulturpraktiken entwickeln und einüben können. Nur so können wir sicherstellen, dass wir die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigen.

Commoning

I. »Commoning« mit Jugendlichen

Resilienz und Schutzfaktoren

https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/resilienz-und-schutzfaktoren/
https://leitbegriffe.bzga.de/

Zitierhinweis: Rönnau-Böse, M., Fröhlich-Gildhoff, K., Bengel, J. & Lyssenko, L. (2022).

Resilienz und Schutzfaktoren.

In: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (Hrsg.).
Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention. Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden.
https://doi.org/10.17623/BZGA:Q4-i101-2.0

Zusammenfassung

Wenn sich Personen trotz belastender Lebensumstände und Krisen psychisch gesund entwickeln, wird von Resilienz gesprochen. Die Fähigkeit zur Resilienz entwickelt sich in einem dynamischen Interaktionsprozess zwischen Individuum und Umwelt und ist eine variable Größe über die gesamte Lebensspanne eines Menschen. Wesentlichen Einfluss auf die Resilienzentwicklung haben Schutzfaktoren, die die Auftretenswahrscheinlichkeit von Störungen beim Vorliegen von Belastungen vermindern. Dabei wird zwischen personalen und sozialen Schutzfaktoren unterschieden. Einen zentralen Schutzfaktor stellt eine stabile, wertschätzende Beziehung zu einer Bezugsperson dar.

Commoning & Computing

Shintaro Miyazaki

DIGITALITÄT TANZEN!

Über Commoning & Computing

https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/59917/9783839466261.pdf?sequence=1&isAllowed=y

"Es war vermutlich kein Zufall, dass ein Rechtswissenschaftler namens Yochai Benkler (*1964) die ›digitale‹ Variante von Commoning als Commons-Based Peer-Production bezeichnete."


Commoning

(von latein. communis; von cum und munus; engl. to common; dt. etwa gemeinsames Tun, Gemeinschaffen) bezeichnet selbstorganisiertes und bedürfnisorientiertes gemeinsames Produzieren, Verwalten, Pflegen und / oder Nutzen.
Dabei bringen die Beteiligten ihre Fähigkeiten ein und bestimmen miteinander über Art und Umfang des Umgangs mit den Ressourcen und Produkten. Commoning benennt somit jene sozialen Praktiken, die sich als „ebenbürtiges Miteinander im gemeinsamen Tun“[1] beschreiben lassen. Durch das einhergehende Pooling und den Zugriff mehrerer auf die gleichen Ressourcen bietet Commoning das Potential für Klimaschutz und Ressourcenschonung.[2]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Commoning

https://www.boell.de/sites/default/files/welt_der_commons.pdf


Alles für alle

https://www.amazon.de/dp/3896570293?ref_=cm_sw_r_mwn_dp_DXEB65BD8BJ95YZM0NX0&language=en_US

Alles für alle: Revolution als Commonisierung

(BLACK BOOKS)
Broschiert – 1. Mai 2024
von Indigo Drau (Autor), Johanna Klick (Autor)

Die sich zuspitzende Klimakrise, macht es deutlich wie noch nie: Wir müssen die Notbremse ziehen. Wir müssen raus aus dem Kapitalismus! Doch je klarer diese Erkenntnis, desto auswegloser erscheint unsere Situation. Denn bisherige Wege, den Kapitalismus über den Staat zu bändigen oder zu überwinden, sind gescheitert. Deshalb sucht dieses Buch nach neuen Wegen in eine solidarische Gesellschaft. Bei Commons, in denen bereits heute selbstorganisiert jenseits von Markt und Staat Bedürfnisse verhandelt und befriedigt werden. Bei sozialen Bewegungen, die das Bestehende in Frage stellen und solidarische Beziehungen aufbauen. Und bei alltäglichen Kämpfen in Betrieben, Stadtteilen und Küchen, in denen Menschen sich dagegen auflehnen, dass ihr Leben von Kapital und Patriarchat bestimmt wird. Doch oft zerschellen diese Ansätze an der Totalität des Kapitalismus, in dem nicht Alles für Alle gilt, sondern Alle für die Kapitalakkumulation. Was bedeutet es also, Revolution nicht als Eroberung der Macht, sonder als Commonisierung der Welt zu begreifen?


Oekonux

https://de.wikipedia.org/wiki/Oekonux

Oekonux ist eine Wortverbindung von „Oekonomie“ und „GNU/Linux“. Das Projekt Oekonux wurde gegründet, um zu untersuchen, welche Potenziale freie Software hat, die herrschenden politischen und ökonomischen Strukturen grundlegend zu ändern.


II. Jugendliche als Öko-Paten

Gesellschaftsvertrag

Wo bleibt das Parlament der Dinge?

Dass etwas getan werden muss, um den Klimawandel zu stoppen, ist klar.
Dass dies schnell geschehen muss, ist auch klar. Aber mit welchen Mitteln? Die demokratischen Hebel sind nicht gerade erfolgreich, wenn es von der Theorie ins Handeln gehen soll.

https://www.deutschlandfunk.de/klimawandel-parlament-der-dinge-rechte-natur-100.html

Von Claus Leggewie | 31.03.2024

Parlament der Dinge heißt der deutsche Titel eines Buchs des vor zwei Jahren verstorbenen Bruno Latour.

"Wie auch immer: Allein mit der tentativen Übernahme dieser Perspektive ist bereits ein politischer Kulturwandel verbunden und eine Verschiebung der Repräsentation denkbar: „Nicht die Tiere müssen bestimmte Eigenschaften haben, damit sie repräsentiert werden können, vielmehr müssen ihre Repräsentantinnen über bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, um überhaupt repräsentieren zu können. Sie müssen auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen, sich mit ihnen auseinandersetzen und zu verstehen versuchen, worin ihre Interessen bestehen könnten“, so schrieb Svenja Ahlhaus 2014."

"Mehr Fragen als Antworten, für die auch Latour, dieser quecksilbrige Geist, kein Rezeptbuch hinterlassen hat, eher Gedankenblitze, Kurzschlüsse und Übersprungsreaktionen. Beim Parlament der Dinge dachte er nie, dass sich da „Dinge“ wie Tiere, Steine, Artefakte, Maschinen und so weiter zur Beratung in ein Parlamentsgebäude begeben sollten, was in seinen Augen nur eine weitere „Ver‑Ding-lichung“ darstellen würde.
Mit „things“ hatte er Thingstätten vor Augen, an denen sich germanische Stammesgesellschaften meist im Freien zu festgelegten Zeiten versammelten, um ihre Streitsachen zu besprechen, Gericht zu halten und verbindliche Entscheidungen zu treffen. „Lange bevor es ein aus der politischen Sphäre hinausgeworfenes Objekt bezeichnete“, schrieb er, „das dort draußen objektiv und unabhängig stand, hat so das Ding oder Thing für viele Jahrhunderte die Sache bezeichnet, die Leute zusammenbringt, weil sie sie entzweit.“"


Neue Trendstudie „Jugend in Deutschland“: VERANTWORTUNG FÜR DIE ZUKUNFT? JA. ABER.

Die neue Trendstudie „Jugend in Deutschland 2024“ wird am 23. April 2024 veröffentlicht.

"Die Jugendstudie zählt zu den renommiertesten im deutschsprachigen Raum und bietet eine umfassende Analyse der Lebenssituationen, Einstellungen und Trends unter jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren in Deutschland.
Diese Studie setzt den Fokus auf eine breite Palette von Themen, die für junge Menschen heute relevant sind, einschließlich Bildung, Arbeit, soziale Medien, politische Einstellungen, Umweltbewusstsein, Freizeitverhalten und Zukunftsperspektiven."

Kommentar:

"Es reicht nicht aus, sich nur mit der Rolle und den Anliegen von Jugendlichen zu beschäftigen und ihr Verständnis von sich selbst in Bezug auf die Gesellschaft zu beschreiben. Es wäre viel effektiver, ein Beteiligungsverfahren einzuführen, das dem "Bürgerrats-Prozedere" ähnelt, um allen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen nicht nur untereinander zu diskutieren, sondern auch politisch als Gesetzesvorschläge zur Abstimmung zu bringen. Dadurch könnten sie aktiv an politischen Entscheidungen teilnehmen. Auf diese Weise würden wir nicht nur erfahren, wie Jugendliche denken, sondern auch, wie sich eine Gesellschaft schneller zum Besseren verändern könnte."
https://www.linkedin.com/posts/


III. "Jugend-Bürgerräte"

Demokratieförderung: Jugendliche stärken durch Initiation

Ist genug Raum für säkular-demokratische Bildungs- und Bindungsprozesse als Initiationsritus für Jugendliche vorhanden?

In der Pubertät werden politische Haltungen geprägt und es entscheidet sich, ob und wie sich die zukünftigen Bürger mit dem demokratischen System identifizieren.
Da es bisher noch keine politischen Beteiligungsverfahren gibt, die es ihnen ermöglichen würden, kollektiv und selbstbestimmt eigene Haltungen und Prägungen zu entwickeln, entsteht eine "Bindungslücke" zwischen Bürger und Staat.
Früher haben die Kirchen mit Aufnahmeritualen wie Kommunion und Konfirmation diese "Bindungslücke" geschlossen.

„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“
Ernst-Wolfgang Böckenförde

Heutzutage zieht das Internet (gefühlt) die gesamte soziale und politische Aufmerksamkeit in virtuelle Welten ab, wodurch "virtuelle Bindungen" entstehen, die weder an den Staat noch an "staatstragende Religionen" zurückgebunden sind.

Unsere Gesellschaft benötigt daher dringend geeignete Verfahren und Handlungsspielräume, um demokratische Bildungs- und Rückkopplungsprozesse zu ermöglichen. Jugendliche sollten durch konkrete soziale Interaktion Bindungs- und Vertrauenserfahrungen mit unseren politischen Verantwortungsebenen machen können. Es ist wichtig, dass dieser Initiationsprozess kollektiv-selbstbestimmt gestaltet wird. Das bedeutet, dass die Jugendlichen nicht nur passiv Wissen aufnehmen, sondern aktiv an der Gestaltung von Gesetzesvorlagen beteiligt werden. Eine mögliche Option für einen ersten praktischen Schritt wäre es, im Rahmen der aktuellen Testläufe zu "jugendgerechten Bürgerräten" zu prüfen, ob dieses Beteiligungsverfahren auch für Schulklassen als "Pilot-Projekt" geeignet ist, um seine Tauglichkeit für Jugendliche zu überprüfen.
Insgesamt ist es von großer Bedeutung, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich in einem säkular-demokratischen Kontext zu initiieren und dabei ihre eigenen Haltungen und Prägungen zu entwickeln.

Ein strukturierter Initiationsprozess, der auf Bildung und Bindung basiert, kann dazu beitragen, dass Jugendliche eine starke Identität aufbauen und sich besser in die Gesellschaft integrieren können.

Es liegt an uns, diesen Raum zu schaffen und Jugendlichen die Chance zu geben, sich aktiv mit den Grundwerten unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Nur so können wir sicherstellen, dass sie zu mündigen und reflektierten Bürgern heranwachsen.

https://www.buergerrat.de/

Ganztagskongress zu multiprofessioneller Zusammenarbeit

Unter dem Motto „Ganztag multiprofessionell gestalten“ veranstalten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute und morgen zum zweiten Mal gemeinsam einen Ganztagskongress. Im Zentrum des Ganztagskongresses 2024 steht die Zusammenarbeit von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie Quereinsteigerinnen und -einsteigern in Ganztagsschulen und Horten.

Hintergrund

Der Ganztagskongress soll zusammen mit Wissenschaft und Verbänden fachliche Impulse und Denkanstöße für Schulverwaltung und Kinder- und Jugendhilfe geben, wie multiprofessionelle Zusammenarbeit für ganztägige Bildung und Betreuung gestaltet werden kann.
Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Kinder im Grundschulalter wurde 2021 im Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) geregelt, um Teilhabechancen von Kindern zu verbessern und um Familien in der Organisation ihres Alltags besser zu unterstützen.
Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt der Rechtsanspruch für Kinder ab der ersten Klasse. Danach geht es schrittweise weiter, bis im Schuljahr 2029/30 alle Kinder der Klassenstufen eins bis vier einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung haben.

Der Bund beteiligt sich an den Investitionskosten (3,5 Milliarden Euro) sowie an den Betriebskosten (ab 2026 aufsteigend; ab 2030 mit 1,3 Milliarden Euro pro Jahr).
Weitere Informationen

https://www.ganztagsschulen.org/de/home/home_node.html
https://www.recht-auf-ganztag.de/

IV. Konvivialität


https://blog.transcript-verlag.de/commoning/

Britta Acksel, Johannes Euler, Leslie Gauditz, Silke Helfrich, Brigitte Kratzwald, Stefan Meretz, Flavio Stein, Stefan Tuschen

Wie lässt sich Konvivialität in den Alltag integrieren?

Acksel et al. erläutern die soziale Praxis des »Commoning«, geben Beispiele für deren Ergebnisse, und stellen einen anwendungsorientierten Bezug zum Prinzip des Konvivialismus her.
Es handelt sich um eine gekürzte Fassung eines Beitrags im Debattenband von 2015 zum Thema Konvivialismus.


»Das konvivialistische Manifest«

– Frank Adloff über eine neue Philosophie des Zusammenlebens


Konvivialität – Die Zukunft unseres Zusammenlebens

In der gegenwärtigen gesellschaftlichen und ökologischen Krisensituation ist dringend eine Vorstellung davon gefragt, wie eine Zeit nach dem Neoliberalismus aussehen kann. Das zweite konvivialistische Manifest stellt eine politische Philosophie vor, die konsequent relational und pluriversal angelegt ist, die das Zusammenleben der Menschen untereinander und das Verhältnis zur Natur auf neue, glaubwürdige und überzeugende Grundlagen stellen will.

Ein zentraler Aspekt ist dabei die Überwindung aller Formen menschlicher Hybris. Nach einer intensiven Diskussion haben fast 300 Wissenschaftler_innen, Intellektuelle und Aktivist_innen aus 33 Ländern dieses Manifest unterzeichnet.
Aus sozialwissenschaftlicher, politischer und zivilgesellschaftlicher Perspektive wollen wir über die konvivialistische Vision für ein Zusammenleben angesichts der vielfältigen aktuellen Krisen sprechen. Wird im Manifest eine plausible gesellschaftspolitische Perspektive der Transformation formuliert?

Teilnehmer_innen:
Judith Döker (Künstlerin), Siri Hummel (Maecenata Institut), Cem Özdemir (B‘90/Die Grünen), Bernd Ulrich (Die Zeit), Teresa Koloma Beck (UBw München)
Moderation: Frank Adloff (U. Hamburg) und Sérgio Costa (FU Berlin)

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe Zukünfte der Nachhaltigkeit der Uni Hamburg, dem Lateinamerika-Institut (LAI/ FU Berlin) und Mecila organisiert.

V. Utopien


  1. Februar 2024
    S03E06

    Stefan Meretz und Manuel Scholz-Wäckerle zum Simulieren von Utopien

https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s03/e06-stefan-meretz-und-manuel-scholz-waeckerle-zum-simulieren-von-utopien/


  1. März 2024
    S03E07

    Stefan Meretz und Manuel Scholz-Wäckerle zum Simulieren von Utopien (Teil 2)

https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s03/e07-stefan-meretz-und-manuel-scholz-waeckerle-zum-simulieren-von-utopien-teil-2/


  1. Februar 2021

S01E47

Stefan Meretz zu Commonismus

https://www.futurehistories.today/episoden-blog/s01/e47-stefan-meretz-zu-commonismus/


COMMONING. ZUR KON-STRUKTION EINER KONVIVIALEN GESELLSCHAFT

https://blog.transcript-verlag.de/commoning/

Britta Acksel, Johannes Euler, Leslie Gauditz, Silke Helfrich, Brigitte Kratzwald, Stefan Meretz, Flavio Stein, Stefan Tuschen
Wie lässt sich Konvivialität in den Alltag integrieren?
Acksel et al. erläutern die soziale Praxis des »Commoning«, geben Beispiele für deren Ergebnisse, und stellen einen anwendungsorientierten Bezug zum Prinzip des Konvivialismus her.
Es handelt sich um eine gekürzte Fassung eines Beitrags im Debattenband von 2015 zum Thema Konvivialismus.


Simon Sutterlütti:

Räte, Entscheidungsfindung und Commonismus

(Freie Assoziation? 5/10)

Simon Sutterlütti entwirft eine commonistische Koordination zwischen den dem dezentralen Pol des Anarchismus und dem zentralistischen Pol des (Räte-)Kommunismus. Diskussion um gestaffelte Abhängigkeiten, Knappheit, Seilschaften, Räte der Zapatistas, gesamtgesellschaftliche Planung, Utopieferne und Gegewartsgebundenheit, u.v.m.

Daseinsvorsorge

Digitales Leben

BSI: Deutschland auf Cyberangriffe schlecht vorbereitet
Aktualisiert am 31.03.2024,

https://web.de/magazine/digital/bsi-deutschland-cyberangriffe-schlecht-vorbereitet-39495192

Berlin - Die deutsche Abwehr gegen großangelegte Hacker-Attacken hat nach Einschätzung der Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik gefährliche Lücken.
Stand jetzt gebe es kein gemeinsames Lagebild des Bundes und der Länder und keine Strukturen, die in einem solchen Krisenfall eine Koordinationsfähigkeit gewährleisten, sagte Claudia Plattner dem "Tagesspiegel".
"Dabei brauchen wir das unbedingt. Wir können nicht 16 Mal miteinander telefonieren, um herauszufinden, was gerade wo passiert."

Corona

phoenixRunde:

Corona-Aufarbeitung - Ist der Staat zu weit gegangen?

https://www.phoenix.de/sendungen/gespraeche/phoenix-runde/corona-aufarbeitung---ist-a-4370632.html


Nationaler Qualitätskongress Gesundheit


Corona-Pandemie

Mehr psychische Belastungen bei Kindern

Stand: 03.02.2023 14:47 Uhr
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/rki-corona-kinder-belastung-101.html

Der Schutz von Risikogruppen war in der Pandemie das zentrale Thema - aber die Corona-Maßnahmen führten vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu einer erhöhten Belastung. Zu diesem Ergebnis kommen RKI-Experten.


Corona politisch aufarbeiten?

Interview mit Karl Lauterbach,

Gesundheitsminister | Deutschlandfunk

https://www.deutschlandfunk.de/corona-aufarbeitung-karl-lauterbach-gesundheitsminister-100.html


Umgang mit Pandemie GroKo-Minister räumen Fehler in Corona-Politik ein

Stand: 08.03.2024 10:10 Uhr
Lockdown, Impfpflicht, Abstandsregeln - in der Corona-Pandemie wurde eine Vielzahl von Auflagen erlassen. Doch nicht jeder Minister der damaligen Regierung würde die Entscheidungen heute so noch einmal treffen.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/coronapandemie-massnahmen-aufarbeitung-100.html

Das Coronavirus ist zwar nicht verschwunden, die Pandemie aber offiziell vorbei. Deren politische Aufarbeitung aber noch nicht. Nun haben mehrere Politiker, darunter Mitglieder der früheren Bundesregierung unter Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel, Fehler im Umgang mit der Pandemie eingeräumt.

Dazu zählt Karl Lauterbach, heutiger Bundesgesundheitsminister. Im Gespräch mit dem "Spiegel" nahm er vor allem Bezug auf die Auswirkungen der Corona-Auflagen auf jüngere Generationen. "Der größte Fehler war, dass wir bei den Kindern zum Teil zu streng gewesen sind und mit den Lockerungsmaßnahmen wahrscheinlich etwas zu spät angefangen haben", sagte der SPD-Politiker.


| Deutschlandfunk

Corona politisch aufarbeiten? Interview mit Karl Lauterbach, Gesundheitsminister

https://www.deutschlandfunk.de/corona-politisch-aufarbeiten-interview-mit-karl-lauterbach-gesundheitsminister-dlf-28f3e3e7-100.html


Kinder, Impfung, Ausgangssperre: Politiker gestehen Fehler in Corona-Pandemie

08.03.2024 08:11

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-politik-fehler-lauterbach-braun-seehofer-100.html

Bei Kindern zu streng, bei Maßnahmen zu hart: Die (Ex-)Minister Lauterbach, Seehofer und Braun blicken auf Ihre Corona-Politik zurück - und räumen einem Bericht zufolge Fehler ein.


Aufarbeitung der Corona-Krise

Corona-Maßnahmen: Regierungsberater räumt fragwürdige Methoden ein
Soziologie-Professor Heinz Bude: Gehorsam durch „wissenschaftsähnliches Modell“ erreicht / Prognose über zukünftige „Zwangausübung“ gegen Menschen, „die andere Informationen haben“

https://www.hintergrund.de/kurzmeldung/corona-massnahmen-regierungsberater-raeumt-fragwuerdige-methoden-ein/

Und dass sowas von sowas kommt


ZDFmediathek:

MAITHINK X:

Mein Fehler

https://www.zdf.de/show/mai-think-x-die-show/maithink-x---die-show-148.html?at_medium=Social+Media&at_campaign=Mail&at_specific=ZDFmediathek

Wir alle machen Fehler, doch sie sind in unserer Leistungsgesellschaft nicht gern gesehen. Leider. Anhand verschiedener Beispiele präsentiert MAITHINK X die wissenschaftliche Perspektive auf Fehler und macht Mut zum Fail.
28 min
Datum: 24.03.2024
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 24.03.2026


99 Luftballons

Songtext (Rolf Brendel, Nena)

40 Jahre „99 Luftballons“: Anti-Kriegslied und Welterfolg
25.01.2023,

Die Idee zum Liedtext kam dem Band-Gitarristen Carlo Karges 1982 bei einem Rolling-Stones-Konzert in West-Berlin, als Mick Jagger am Ende der Show Ballons hochsteigen ließ, die der Wind Richtung Mauer trug. „Carlo hat sich bei diesem starken Bild damals die Frage gestellt, was alles passieren könnte, wenn das jemand falsch versteht“, erinnert sich Nena.

Antikriegssong : 40 Jahre
"99 Luftballons" von Nena
Aktualisiert am 24. Januar 2023, 9:22 Uhr
https://www.zeit.de/news/2023-01/23/40-jahre-99-luftballons-von-nena


NENA |

99 Luftballons

[1983] [Offizielles HD Musikvideo]

Petrow

  1. September 1983 - Stanislaw Petrow verhindert Atomkrieg
    Stand: 26.09.2018, 00:00 Uhr

https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-stanislaw-petrow-verhindert-atomkrieg-100.html

  1. September 1983, Satellitenüberwachungsanlage der Sowjetunion, rund 100 Kilometer südlich von Moskau: Oberstleutnant Stanislaw Petrow tritt am Abend seinen Dienst an.
    Die Überwachung des gegnerischen Luftraums liegt in seiner Verantwortung, weil er die Schicht für einen verhinderten Kollegen übernommen hat.
    Zunächst verläuft alles wie gewohnt - bis kurz nach Mitternacht, am 26. September um 0:15 Uhr Moskauer Zeit, der Alarm losgeht. Das computergesteuerte russische Frühwarnsystem meldet den Start einer US-Atomrakete in Nordamerika.

Russlands Truppen im Wahnsinn. Lisa Eckhart bei der Gala der Humorzone Dresden | MDR SPASSZONE
Die Bundeswehr ist nicht kriegstüchtig. Das ist ein offenes Geheimnis und eigentlich nicht einmal mehr das. Trotzdem braucht Deutschland Putins Truppen nicht zu fürchten. Denn die wichtigste Verteidigungslinie steht: die deutsche Bürokratie.

Schule

Startchancen-Programm - BMBF

Startchancen-Programm :
22.09.2023 , Thema: Bildung

Das Startchancen-Programm unterstützt gezielt Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler. Dafür investieren Bund und Länder zusammen rund 20 Milliarden Euro in zehn Jahren. Es ist damit das größte Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

https://www.bmbf.de/bmbf/de/service/buergertelefon/buergertelefon_node.html


ÖDP Vortrag // Margret Rasfeld:

"Bildung geht besser, ein notwendiger Paradigmenwechsel"

Im folgenden Video erhalten Sie einen spannenden Einblick in den Vortrag von Margret Rasfeld zum Thema "Bildung geht besser - Ein notwendiger Paradigmenwechsel".
Als renommierte Buchautorin, Schulleiterin und Aktivistin bringt Frau Rasfeld wertvolle Perspektiven und innovative Ansätze in die Bildungslandschaft ein. Erfahren Sie, warum ein Paradigmenwechsel in der Bildung dringend notwendig ist und welche neuen Wege junge Menschen dazu befähigen, ihre individuellen Talente zu entfalten und aktiv an der Gestaltung ihrer Lernprozesse mitzuwirken. Tauchen Sie ein in die inspirierende Welt des "Frei-Day" und entdecken Sie, wie Schulen zu Orten des verantwortungsbewussten Handelns und der Selbstwirksamkeit werden können. Lassen Sie sich von Margret Rasfelds Ideen inspirieren und erfahren Sie, wie wir gemeinsam eine positive Veränderung in unserem Bildungssystem bewirken können.


Kai Maaz:

Bewegt Bildungsforschung irgendwas?

Wer Schulen mehr Autonomie geben will, muss die Schulleitungen auch dafür befähigen, mit dieser Autonomie umzugehen. Und wer mehr Bildungsgerechtigkeit will, darf die Lösung nicht nur in den Schulen suchen, meint Kai Maaz.
Er plädiert dafür, bei solchen Herausforderungen das gesamte System zu betrachten, in das die Schule eingebettet ist. Vor allem aber: Was bringt Bildungsforschung, wenn ihre Ergebnisse in der Schulpolitik nicht ankommen?


Neue Wege, Lehrkraft zu werden:

„Künftig werden mehr Lehrende mit unterschiedlichen Biografien unsere Schulen bereichern“

| News4teachers

https://www.news4teachers.de/2024/03/neue-wege-lehrkraft-zu-werden-kuenftig-werden-mehr-lehrende-mit-unterschiedlichen-biografien-unsere-schulen-bereichern/

BERLIN. Der Lehrkräftemangel beschäftigt Deutschlands Schulen seit Jahren.
Nun wollen die Länder die Ausbildung öffnen, um mehr Personal zu gewinnen: So soll es künftig auch die Möglichkeit geben, mit nur einem Studienfach Lehrer oder Lehrerin zu werden. Die GEW zeigt sich skeptisch. Der VBE lehnt den Vorstoß ab.


Digitalisierung:

„Wir müssen gnadenlos sehen: Es ist noch sehr, sehr viel zu tun.“

Hat das deutsche Bildungswesen den Anschluss an die Digitalisierung verpasst? Und was braucht es dringend für eine erfolgreiche Aufholjagd der Schulen in Deutschland – auch an politischer Unterstützung? Diesen Fragen stellt sich Dr. Johanna Börsch-Supan, Leiterin der Abteilung Allgemeine und Berufliche Bildung; Lebensbegleitendes Lernen im BMBF.

Politik

Diese Politik sabotiert unsere Demokratie! | Gert Scobel

Die politische Zeitenwende stellt unsere #Demokratie vor große Herausforderungen. Hinzu kommen Wahlerfolge von Populisten wie #Trump.
Zudem kommt das Phänomen, #Politik immer mehr ins “Virtuelle” zu verschieben.
Ein Trend, den der Historiker Anton Jäger mit dem Begriff “Hyperpolitik” beschreibt.
Stehen die modernen Demokratien vor einem Erneuerungsdruck? Gert Scobel mit einer Einordnung.


Demokratieforum: Demokratieforum diskutiert über Freiheit und ihre Grenzen

https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIwMTUzMTY


"Demokratiedämmerung"

von Veith Selk: Kein Happy End für die Demokratie
In "Demokratiedämmerung" stellt der Politologe Veith Selk eine brutale Niedergangsdiagnose.
Das Buch könnte sich schon bald als prophetisch erweisen.

https://www.zeit.de/kultur/literatur/2023-12/veith-selk-demokratiedaemmerung-demokratietheorie-politologe-rezension/komplettansicht

Eine Rezension von Thomas Assheuer

  1. Dezember 2023,

Buchveröffentlichung:

"Demokratiedämmerung"

Eine Kritik der Demokratietheorie (Oktober 2023)

https://veithselk.de/

»In der Theorie vielleicht eine gute Idee, versagt nur leider in der Praxis«

Was früher vom Kommunismus gesagt wurde, gilt heute für die Demokratie - sie wirkt zunehmend unglaubwürdig. Veith Selk zeigt in seinem scharf analysierenden Buch, warum sowohl die demokratische Politik als auch die sie begleitenden Demokratietheorien an der Wirklichkeit scheitern.
Zwei Thesen werden dabei verfolgt: Der Niedergang der Demokratie ist keiner Regression geschuldet, sondern das Ergebnis der gesellschaftlichen Fortentwicklung.
Das damit eingeläutete Ende der Demokratie führt auch zum Verfall der Demokratietheorie, die als akademische Disziplin anachronistisch wird.


Wie Gespalten ist Unsere Gesellschaft?

Im großen Wahljahr 2024 wird nicht nur in den USA, sondern auch in Europa eine zunehmende Polarisierung beklagt. Migration, Corona, der Russisch-Ukrainische Krieg, der Nahostkonflikt und die Debatten über Identitätspolitik – überall scheinen sich Verfechter_innen unterschiedlicher Ansichten unversöhnlich gegenüberzustehen. Die sozialen Medien verstärken diesen Prozess, von dem vor allem rechte Parteien profitieren könnten. Aber manche Expert_innen bestreiten eine Spaltung der Gesellschaft in zwei Lager und sehen ein vielfältiges Meinungsbild, das die Demokratie belebt und nicht gefährdet. Was bedeutet all das für die europäische Politik? Diese Fragen diskutierte eine hochrangige Runde im Burgtheater.
An der Debatte nahmen teil:
Isolde Charim, Philosophin und Publizistin.
Jürgen Kaube, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Co-Autor des Buchs „Die gespaltene Gesellschaft“ (Rowohlt 2022).
Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Kathrin Stainer-Hämmerle, Professorin für Politikwissenschaft an der FH-Kärnten in Villach.
Moderation von Eric Frey, DER STANDARD.
Eine Kooperation von Burgtheater, ERSTE Stiftung, Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) und DER STANDARD.


27.03.24
ÖDP-Vortrag // Prof. Dr. Rainer Mausfeld:

Demokratie am Abgrund?

(15.03.2024)
Das neue Buch von Rainer Mausfelds, „Hybris und Nemesis“
ist wohl eine schonungslose Machtkritik

Wie die systematische Entgrenzung von Machteliten unsere Gesellschaft zerstört

Prof. Dr. Rainer Mausfeld
(emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie, Universität Kiel)
Warum kommen wir bei der Zivilisation nicht mehr weiter?
In welche Gesellschaftsform rutschen wir und welche zentrale Rolle spielen dabei Macht und Machteliten?
Weshalb ist dies so und welche Alternativen haben wir?


Hintergrund: Der Lernprozess mit Bürgerinnen und Bürgern an der Schnittstelle Wissenschaft-Politik-Gesellschaft im Kopernikus-Projekt Ariadne (2020-2023)
Autorinnen und Autoren: Mareike Blum, Katja Treichel-Grass, Martin Kowarsch


Humanistischer Campus: Schwere Zeiten für den säkularen Staat


Humanistischer Campus: Gemeinsam gegen die moderne Welt

Wie religiöser Fundamentalismus und Rechtsradikalismus die offene Gesellschaft bedrohen
Dr. Dr. Sebastian Schnelle
Aufzeichnung vom 21. März 2024

Moderation: Tanja Reitmeier
Aufklärung und Moderne brachten enorme gesellschaftliche Umwälzungen und Unsicherheit mit sich.
Alte Institutionen und Gewissheiten verloren ihre Gültigkeit. Eine Möglichkeit, mit diesen Änderungen umzugehen, sind reaktionäre Antworten auf diese Entwicklungen, die eine Vergangenheit beschwören, die es so nie gab. Der Vortrag zeigt, wie sich der moderne Islamismus und Rechtsextremismus als reaktionäre Antworten auf die Moderne entwickeln, welche Gemeinsamkeiten sie haben, aber auch wo sie sich ideologisch unterscheiden.


Das neue Buch von Helmut Ortner

"Warum die Trennung von Staat und Kirche überfällig ist"

Von: Armin Pfahl-Traughber

  1. Mär 2024

https://hpd.de/artikel/warum-trennung-staat-und-kirche-ueberfaellig-22034

Helmut Ortner hat die Aufsatzsammlung
"Das klerikale Kartell. Warum die Trennung von Staat und Kirche überfällig ist" vorgelegt.
Die einzelnen Beiträge machen deutlich, wie wenig die Grundlagen eines eigentlich religiös neutralen Staates umgesetzt wurden.
Gerade anhand der Missbrauchsskandale wird das Thema vertieft als "Kniefall des Rechtsstaats".


(Was sind Triggerpunkte?)

Episode 18 des Mittelweg 36-Podcasts

In der aufgeregten Gegenwartsgesellschaft herrscht mehr Konsens, als meist angenommen. Aber bei bestimmten Themen gehen die Leute an die Decke. Warum ist das so und welche Fragen sind es, die Zorn, Empörung, Wut triggern?

Die Soziologen Thomas Lux, Steffen Mau und Linus Westheuser gehen diesen Fragen in ihrem neuen Buch „Triggerpunkte“ nach.
Jens Bisky spricht mit ihnen über Reizthemen, Kampfarenen, Polarisierungsunternehmer – und einen möglichen neuen Klassenkonflikt, der um die Bewältigung des Klimawandels entstehen könnte.

Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin; Thomas Lux und Linus Westheuser sind ebendort wissenschaftliche Mitarbeiter.

Internet

Buchvorstellung „Der Kampf um das Internet“ & Podiumsdiskussion

Die Verheißungen des Internets waren einst geprägt von mehr Freiheit und Demokratie.
Mittlerweile manifestiert sich die Macht zunehmend bei einigen wenigen Tech-Giganten.

Dabei birgt das Netz selbst eine Lösung, um das ursprüngliche Versprechen der Freiheit zu bewahren: die nichtkommerzielle digitale Gegenwelt. Zu ihr zählen Wikipedia, die Twitter-Alternative Mastodon, der Browser Firefox oder der Messenger Signal.
Sie fungieren teils auch als die digitalen Äquivalente von Greenpeace, Attac oder Amnesty International und prägen die digitale Zivilgesellschaft.

In seinem Buch „Der Kampf um das Internet” zeigt Stefan Mey, wie sich eine vielseitig gemeinnützig orientierte digitale Kraft erhebt und ein Gegengewicht zum kommerziell orientierten Internet schafft. Fast jedes digitale Produkt, jede digitale Dienstleistung und Anwendung hat einen gemeinnützigen Gegenspieler, der es erlaubt, das Internet selbstbestimmt und frei zu nutzen. In aufwendig recherchierten, informativen und gleichzeitig unterhaltsamen Porträts stellt Stefan Mey die Protagonisten, Ziele, Strategien und Geschäftsmodelle der digitalen Gegenwelt vor.


Prozessanalyse und Digitalisierung erhöhen Effizienz

https://www.datacenter-insider.de/prozessanalyse-und-digitalisierung-erhoehen-effizienz-a-9054a83dcb96b443d96fb4a74b30ac1c/?cmp=nl-275&uuid=ef1221731ca27055db3456acd179b5b1


Internet-Computer

04.03.24
https://youtu.be/Zj9SXi1b8iE?feature=shared

Internet Computer | ICP | Das Internet der Zukunft? 1/2



Internet Computer | ICP | Das Internet der Zukunft? 2/2


Lukas Heinrich: Wie KI die Quantenwelt entschlüsselt

Agenda21


Gremium Digitalisierung & Nachhaltigkeit | Bitkom e. V.
Arbeitskreis

Digitalisierung & Nachhaltigkeit

https://www.bitkom.org/Bitkom/Organisation/Gremien/Digitalisierung-Nachhaltigkeit

Die Digitalisierung ist ein zentrales Element im Kampf gegen den Klimawandel. In allen Sektoren haben digitale Technologien enormes Potenzial, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und ökologische Auswirkungen zu begrenzen. Klimaschutz mit Digitalisierung zusammenzubringen ist dabei die große Aufgabe, vor der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam stehen. Der AK Digitalisierung & Nachhaltigkeit fokussiert sich hierbei auf Themen, die der Bitkom direkt beeinflussen kann: Die Potenziale der Digitalisierung nutzen, um ökologische und soziale Herausforderungen zu lösen und gleichzeitig Wirtschaft und Wohlstand zu stärken. Der Arbeitskreis unterstützt Bestrebungen zur Einhaltung von planetaren und sozialen Belastungsgrenzen.


Wirtschaft

Tagung

Digital(isiert)e Wirtschaft.

Soziologische Perspektiven auf die Digitalisierung von Märkten, Organisationen, Arbeit und Gütern

https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-iv/faecher/soziologie/professuren/soziologie-mit-dem-schwerpunkt-wirtschaftssoziologie-2/forschung/projekte#c332307

  1. – 18. Oktober 2024, Universität Trier

Es sind Beiträge eingeladen, welche wirtschaftssoziologische und allgemeine soziologische Konzepte und Theorien in der Anwendung auf den vermehrten Einsatz und die Verbreitung digitaler Verfahren, Daten und Güter in der Wirtschaft prüfen; - die Bildung von Märkten für digitale Güter konzeptualisieren und/oder empirisch untersuchen und dabei alte und neue Einbettungsformen wie etwa Netzwerke, soziale Regeln und Konventionen thematisieren;

  • die Transformationsprozesse in der Arbeits-, Produktions- und Konsumwelt in Verbindung von
    analogen und digitalen Märkten behandeln;
  • die institutionellen Einbettungs- und Begründungsweisen von Märkten auf Basis digitaler Daten,
    Verfahren und Güter konzeptualisieren und/oder erforschen und dabei sowohl die Makro- als
    auch die Mesoebene in den Blick nehmen;
  • gesellschafts- und sozialtheoretische Perspektiven einnehmen, welche sozialen und gesellschaftlichen Trends und Effekten einer verstärkt digital(isiert)en Wirtschaft nachgehen;
  • verschiedene sozialwissenschaftliche Theorien, Perspektiven oder auch empirische Methodenverständnisse und Verfahren vergleichen und deren Stärken und Schwächen bei der Darstellung,
    Analyse und Erforschung digitaler Prozesse und Strukturen in der Wirtschaft aufzeigen.

https://sociohub-fid.de/file/file/download?guid=e3014509-5427-41e0-ae79-502ecccc9403&hash_sha1=01aa5db2


Konferenz für die grüne und digitale Zwillingstransformation | #sustainability

https://www.bitkom.org/Kontaktformular/Kontaktformular_148

26.03.2024 BERLIN

Beim Digital Sustainability Summit (#DSS24) sprechen wir u.a. über eine #klimafreundliche digitale #Wirtschaft der #Zukunft und über Lösungsansätze für #Unternehmen und #Staat und diskutieren, wie die #Digitalisierung zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen kann. #climatechange #Klima #Sustainability #Nachhaltigkeit

Sag es mir, und ich werde es vergessen
Zeige es mir, und ich werde mich erinnern
Beteilige mich und ich werde verstehen
Konfuzius

2019-04-05_chancen_risiken_digitalisierung_faire_globale_entwicklung
Bildungs-Öko-Patenschaften

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