Mut zur Lücke

Philosophieprofessor Georg Bertram meint, in der Coronakrise brauchen wir mehr Mut zur Improvisation.
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Wer improvisieren könne, sei klar im Vorteil, meint der Philosoph Georg Bertram. Das zeige sich jetzt auch in der Coronakrise. Vorbereitung brauche es trotzdem, denn Improvisation komme nicht aus dem Nichts.

Angesicht der Coronakrise mag sich manch einer mehr Flexibilität wünschen – beispielsweise bei der Vergabe von Impfterminen. Brauchen wir also vielleicht mehr Mut zur Improvisation anstelle von starren Regeln? Ja, meint Georg Bertram, Professor für Philosophie an der FU Berlin. Er sieht unsere Gesellschaft angesichts der Pandemie in einer „Situation der gesellschaftlichen Improvisation“. Denn den genauen Verlauf einer Pandemie könne man nicht antizipieren.


Exit-Strategie aus dem Corona-Lockdown vom 2020-04-01

„Corona-Backup-Camps“ für Jugendliche

days4future Camps

Bei Kindern und Jugendlichen scheint der Krankheitsverlauf von „Covid-19“ meist sehr milde auszufallen. Wie wir inzwischen wohl alle wissen, zeigen Infizierte die ersten Krankheitssymptome erst mehrere Tage nach ihrer Ansteckung, sind jedoch schon viele Tage zuvor ansteckend.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es sinnvoll sein könnte, für die Alterskohorten (der bis 20-jährigen und der über 60-jährigen) unterschiedliche Geschwindigkeiten von Immunisierung, bzw. des Schutzes vor Ansteckung, zu forcieren, zu verlangsamen oder ganz zu verhindern?

Bei fehlendem Krankenhauspersonal und knappen Ressourcen, wie z.B. von Coronatests, Schutzkleidung und -masken, ließe sich das Gefährdungspotenzial von „potenziell gefährdenden“ und „stark gefährdeten“ „Risikogruppen“ (z.B.Jugendliche und Alte) nur durch rigorose und lange andauernde Kontaktsperren eindämmen.

Doch auch nach der Aufhebung dieser Kontaktsperren würde jede Person, deren Gesundheitsstatus zum Zeitpunkt des Kontaktes nicht geklärt ist, im alltäglichen Umgang immer wieder neu ein latentes „Risiko und Gefährdungspotenzial“ darstellen.

"Wie gewonnen, so zerronnen!" : Wäre die jetzt gewonnene Zeit, dann, nach Aufhebung der „Kontaktsperre“, wenn nicht in der „Zwischenzeit“ alle nötigen Vorbereitungen getroffen werden würden, um vielleicht schon ab Mai (?), mithilfe von freiwilligen - möglichst selbstorganisierten – Jugendgruppen „Corona -Backup-Camps“ durchführen zu können.

Als passende „Locations“ für die Durchführung dieser „Corona-Backup-Camps“ könnten sowohl Jugendherbergen, Schullandheime, wie auch, durch die Jugendlichen dann erst noch zu errichtende Zeltlager, dienen.

Während und nach der Zeit der „Corona-Backup-Camps“ sollte, durch regelmäßige Coronatests, überprüft werden, wer sich bereits gegen Covid-19 immunisiert hat.

Mithilfe einer "Green-Corona-Card" könnten immunisierte Menschen ihren Gesundheitsstatus belegen und durch ein grünes Stirnband – für andere gut sichtbar – demonstrieren.

Für jede „Öffnungsstrategie“ besäßen Menschen, die nicht mehr ansteckend sind, sicherlich eine sehr hohe „System-Relevanz“. 🙂

Bleiben Sie gesund!

Albert Reinhardt


Lesen Sie den vollständigen Text unter 2020-04-01_corona-backup-camps.pdf

Stand vom 23.03.2020: 2020-03-23_C-Odyssey_of_the_Health_care.pdf

PS:

PANORAMA Sendung vom 26.11.20 06:00 Uhr (mp4-download) Corona-Nachverfolgung: Der verschlafene Sommer von Lennart Banholzer, Johannes Edelhoff, Annette Kammerer, Sebastian Pittelkow, Katja Riedel


HZI und Björn Steiger Stiftung kooperieren in der Bewältigung der Covid-19-Pandemie - Björn Steiger Stiftung


Do 10.12.2020 | 08:10 Gespräch mit dem Philosophen Markus Gabriel "DER PREIS UNSERER FREIHEIT SIND DIE TOTEN"


Markus Lanz vom 9. Dezember 2020


Leopoldina-Stellungnahmen zur Coronavirus-Pandemie (2020)


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